Beim Thema Küchenausstattung wird viel verkauft, was kein Mensch für Phở braucht. Diese Fehler sehen wir am häufigsten.
Zu kleiner Topf. Ein 5-Liter-Topf fasst das Rezept nicht. Du füllst zu voll, der Schaum läuft über, und beim Abschäumen verlierst du Brühe. Lieber einen Topf größer kaufen, denn er wird auch für Eintöpfe, Marmelade und Brühe auf Vorrat benutzt.
Dünnwandige Töpfe. Sie sind leicht, aber der Boden brennt an, und es ist schwerer, die Hitze niedrig zu halten. Phở soll nicht kochen, sondern ziehen.
Billig-Siebe mit weiten Maschen. Hier fliegen Knochensplitter und Gewürzreste durch. Gib lieber ein paar Euro mehr für ein feines Edelstahlsieb aus und lege ein Tuch ein, wenn du es klarer willst.
Spezielle Brühe-Gadgets. Es gibt Gewürzbeutel, Fettabscheider und Temperaturfühler. Ein Fettabscheider ist praktisch, aber ein großer Löffel plus Kühlschrank (das Fett erstarrt oben und lässt sich abnehmen) macht dasselbe. Ein Thermometer ist eine nette Beigabe, kein Muss. Wichtig ist nur: leises Köcheln, nicht Sprudeln.
Zu feines Porzellan. Dünnwandige Suppenschalen sehen elegant aus, kühlen aber schnell aus und fassen zu wenig.
Plastiksiebe und -schalen sind übrigens nichts für die heiße Brühe: Gieß nie kochend heiße Flüssigkeit durch ein Sieb, das nicht hitzefest ist.